22220 EK/C3
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³ [ChemVV]-Artikel. Abgabe des Artikels nur nach Nachweis der Sachkundeprüfung nach §11 Chemikalienverbotsordnung.
Technische Daten
Merkmale auf einen Blick
Produktinformationen zu Pendelrollenlager SKF 22220 EK/C3
Alles Wissenswerte zu Aufbau, Wartung, Einsatz und Besonderheiten zum SKF Pendelrollenlager 22220 EK/C3
Beschreibung
Das SKF Pendelrollenlager 22220 EK/C3 ist ein zweireihiges Pendelrollenlager mit den Abmessungen 100 x 180 x 46 mm. Kennzeichnend für diese Lagerbauart ist die gemeinsame, sphärische Laufbahn im Außenring, auf der beide Rollenreihen laufen. Dadurch kann sich das Lager selbst ausrichten und gleicht Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen aus, ohne dass die Funktion beeinträchtigt wird. Innenring, Außenring und die tonnenförmigen Rollen bestehen dabei aus Wälzlagerstahl. Die Zusatzkennung „E" steht laut Katalog für eine optimierte innere Konstruktion, die gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße eine gesteigerte Tragfähigkeit ermöglicht. Kennzeichnend dafür sind ein bordscheibenloser Innenring, zwei Käfige aus Stahlblech, eine umlaufende Ringnut sowie drei Schmierbohrungen im Außenring. Der Führungsring, der die beiden Käfige zueinander zentriert, ist laut Katalog bei einer Bohrung bis 65 mm am Innenring zentriert, bei größerer Bohrung dagegen an den Käfigen selbst. Da das 22220 EK/C3 mit seiner Bohrung von 100 mm deutlich über dieser Grenze liegt, ist der Führungsring bei dieser Baugröße käfiggeführt. Zusätzlich trägt dieses Lager die Kennung „K": Sie steht laut Katalog für eine Kegelbohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12, im Gegensatz zur zylindrischen Bohrung ohne diese Kennung. Eine kegelige Bohrung erlaubt die Befestigung direkt auf einer kegeligen Wellenschulter oder mit Hilfe einer Spann- bzw. Abziehhülse auf einer durchgehend zylindrischen Welle, wobei sich über den axialen Aufschiebeweg gezielt eine Presspassung und damit eine definierte Lagerluftreduzierung einstellen lässt. Die dritte Zusatzkennung „C3" bezeichnet laut Katalog eine radiale Lagerluft, die größer ausfällt als die Normal-Lagerluft. Innerhalb der Reihe C2 < Normal < C3 < C4 < C5 liegt C3 damit eine Stufe über Normal. Bei einem Lager mit Kegelbohrung wie diesem wird die Ausgangslagerluft vor der Montage in dieser vergrößerten Klasse gemessen, damit nach dem Aufschieben auf die kegelige Welle und der damit einhergehenden Lagerluftreduzierung eine geeignete Betriebslagerluft verbleibt. Der Käfig selbst besteht aus Stahlblech und ist als zweiteiliger Fensterkäfig ausgeführt. Da das Lager als offene Grundausführung ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe geliefert wird, obliegt der Schutz vor Verunreinigungen sowie die Erstschmierung vollständig der jeweiligen Einbauumgebung.
Wartung
Da das 22220 EK/C3 offen ausgeführt ist, also ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe ausgeliefert wird, obliegt der Schutz vor Verunreinigungen sowie die Erstschmierung vollständig der Einbauumgebung bzw. der jeweiligen Anwendung. Vor der Erstinbetriebnahme muss das Lager daher entsprechend den Anforderungen des Einsatzfalls geschmiert werden. Die im Außenring vorhandene Ringnut mit den zugehörigen Schmierbohrungen (Kennung E) erleichtert die Nachschmierung im eingebauten Zustand erheblich, da Schmierstoff direkt an die Laufbahn herangeführt werden kann, ohne das Lager ausbauen zu müssen. Das ist besonders bei größeren, schwer zugänglichen Lagerstellen ein praktischer Vorteil gegenüber Bauarten ohne diese Schmierbohrungen. Bei der Montage eines Lagers mit Kegelbohrung (Kennung K) ist die axiale Aufschiebestrecke auf der kegeligen Welle bzw. Spannhülse maßgeblich für die erreichte Lagerluftreduzierung und muss entsprechend den Herstellervorgaben kontrolliert werden - üblicherweise über das Fühlerlehrenmaß der verbleibenden Ausgangslagerluft oder über den axialen Aufschiebeweg. Die vergrößerte Ausgangslagerluft der Kennung C3 gibt dabei zusätzlichen Spielraum, damit nach dem Aufschieben eine geeignete Betriebslagerluft übrig bleibt. Wird zu wenig oder zu weit aufgeschoben, verändert das die Betriebslagerluft und damit die Lebensdauer des Lagers. Der käfiggeführte Führungsring zwischen den beiden Stahlblech-Käfigen benötigt im Normalbetrieb keine gesonderte Wartung, sollte bei Sichtprüfungen aber auf Anzeichen von Verschleiß kontrolliert werden, da er für die exakte Führung und den ruhigen Lauf der Rollen mitverantwortlich ist. Empfehlenswert ist eine regelmäßige Kontrolle von Laufgeräusch, Temperatur, Schwingung und Schmierungszustand, um Anzeichen von Fettalterung, Verschleiß, Verunreinigung oder Fehlausrichtung frühzeitig zu erkennen. Montage und Demontage sollten grundsätzlich nur mit geeignetem, sauberem Werkzeug erfolgen, um Laufbahnen, Rollen und den Stahlblechkäfig nicht zu beschädigen.
Anwendungen
Pendelrollenlager wie das 22220 EK/C3 kommen typischerweise dort zum Einsatz, wo hohe radiale Lasten bei gleichzeitig moderaten Axialkräften in beiden Richtungen aufgenommen werden müssen und außerdem mit Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegung zu rechnen ist - etwa in Getrieben, Förderanlagen, Walzwerken oder anderen Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus mit robusten Betriebsbedingungen. Die Kegelbohrung der Kennung K macht diese Variante besonders geeignet für Anwendungen, in denen ein schneller, werkzeugarmer Aus- und Wiedereinbau gewünscht ist oder in denen eine glatte, durchgehend zylindrische Welle ohne Bund oder Absatz zum Einsatz kommt und die Befestigung stattdessen über eine Spann- oder Abziehhülse erfolgen soll. Die zusätzliche vergrößerte Lagerluft C3 macht diese Kombination besonders interessant für Anwendungen mit erhöhter Betriebstemperatur oder fester Passung, bei denen zusätzlich zur montagebedingten Lagerluftreduzierung durch die Kegelbohrung auch betriebsbedingte Effekte ausgeglichen werden müssen. Durch die selbstausrichtende Eigenschaft der zweireihigen, sphärischen Laufbahn eignet sich die Bauart zudem für Lagerstellen, bei denen eine exakte Fluchtung von Welle und Gehäuse konstruktiv oder fertigungsbedingt nicht garantiert werden kann.
Stärken
Hohe radiale Tragfähigkeit durch die optimierte innere Konstruktion der Zusatzkennung E, die gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße gesteigerte Tragzahlen ermöglicht, ohne dass sich die Einbaumaße ändern. Einfachere Montage und Demontage durch die Kegelbohrung (Kennung K, Kegelverhältnis 1:12), insbesondere in Kombination mit einer Spann- oder Abziehhülse auf zylindrischer Welle, sowie die Möglichkeit, über den Aufschiebeweg gezielt eine definierte Lagerluftreduzierung einzustellen. Zusätzliche Betriebssicherheit durch die vergrößerte Ausgangslagerluft C3, die berücksichtigt, dass beim Aufschieben auf die kegelige Welle sowie durch Erwärmung im Betrieb Lagerluft abgebaut wird, sodass trotzdem eine geeignete Betriebslagerluft verbleibt. Selbstausrichtende Eigenschaft der zweireihigen, sphärischen Bauart: Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen werden ausgeglichen, ohne die Funktion des Lagers zu beeinträchtigen. Robuster, bewährter Aufbau mit zwei Stahlblech-Käfigen und käfiggeführtem Führungsring, der eine hohe Unempfindlichkeit im rauen Betriebsalltag bei gleichzeitig geringem Eigengewicht der bewegten Massen ermöglicht. Robuste Grundkonstruktion mit den Abmessungen 100 x 180 x 46 mm bei einem Gewicht von 4,823 kg.
Besonderheiten
Die Zusatzkennung „E" steht laut Katalog für eine optimierte innere Konstruktion zur Steigerung der Tragfähigkeit gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße. Kennzeichnend dafür sind ein bordscheibenloser Innenring sowie zwei Käfige aus Stahlblech, außerdem eine umlaufende Ringnut mit drei Schmierbohrungen im Außenring, über die eine Nachschmierung im eingebauten Zustand möglich ist. Die Kennung „K" steht laut Katalog für eine Kegelbohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 - das Gegenstück zur zylindrischen Bohrung ohne diese Kennung. Sie ermöglicht die Befestigung auf einer kegeligen Wellenschulter oder mit Spann- bzw. Abziehhülse auf zylindrischer Welle und erlaubt über den axialen Aufschiebeweg eine gezielte Einstellung der Betriebslagerluft. Die Kennung „C3" bezeichnet laut Katalog eine radiale Lagerluft, die größer ist als die Normal-Lagerluft. Innerhalb der Reihe C2 < Normal < C3 < C4 < C5 steht C3 eine Stufe über Normal - bei Kegelbohrungslagern eine gängige Kombination, damit nach dem montagebedingten Lagerluftabbau beim Aufschieben eine geeignete Betriebslagerluft verbleibt. Der Käfig ist als zweiteiliger Fensterkäfig aus Stahlblech ausgeführt. Die Führung des zwischen den Käfigen liegenden Führungsrings hängt laut Katalog von der Bohrungsgröße ab: Bis 65 mm Bohrung ist er am Innenring zentriert, darüber - wie beim 22220 EK/C3 mit 100 mm Bohrung - an den Käfigen selbst. Diese Baugröße ist damit käfiggeführt, nicht innenringgeführt.
Häufig gestellte Fragen
Identifikation & Bezeichnung
Was bedeutet die Bezeichnung 22220 EK/C3?
„22220" bezeichnet die Baugröße innerhalb dieser Pendelrollenlager-Baureihe. „E" steht für eine optimierte innere Konstruktion, „K" für eine Kegelbohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 und „C3" für eine radiale Lagerluft größer als normal.
Von welchem Hersteller stammt das Lager?
Das Lager wird von SKF hergestellt.
Maße & technische Daten
Welche Abmessungen hat das 22220 EK/C3?
Das Lager hat einen Innendurchmesser von 100 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm und eine Breite von 46 mm.
Wie schwer ist das Lager?
Das Lager wiegt 4,823 kg.
Welche Tragzahlen hat das Lager?
Die dynamische Tragzahl Cr liegt bei 433.000 N, die statische Tragzahl C0r bei 490.000 N und die Ermüdungsgrenzbelastung Pu bei 49.000 N.
Eigenschaften & Ausstattung
Ist das Lager abgedichtet?
Nein, das 22220 EK/C3 ist in der offenen Grundausführung ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe ausgeführt.
Was bedeutet die Kennung „K" konkret?
„K" steht laut Katalog für eine Kegelbohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12, im Gegensatz zur zylindrischen Bohrung ohne diese Kennung.
Was bedeutet die Kennung „C3" konkret?
„C3" steht laut Katalog für eine radiale Lagerluft, die größer ist als die Normal-Lagerluft - innerhalb der Reihe C2 < Normal < C3 < C4 < C5 liegt sie eine Stufe über Normal.
Aus welchem Material besteht der Käfig, und wie ist er geführt?
Der Käfig besteht aus Stahlblech und ist als zweiteiliger Fensterkäfig ausgeführt. Bei dieser Baugröße (100 mm Bohrung, also über der katalogseitigen 65-mm-Grenze) ist der Führungsring laut Katalog käfiggeführt, nicht innenringgeführt.
Anwendung & Eignung
Warum werden Kegelbohrung (K) und vergrößerte Lagerluft (C3) häufig kombiniert?
Weil sowohl das Aufschieben auf eine kegelige Welle als auch eine erhöhte Betriebstemperatur die Lagerluft reduzieren - die größere Ausgangsluft C3 stellt sicher, dass danach eine geeignete Betriebslagerluft verbleibt.
Warum eignet sich ein Pendelrollenlager besonders bei Fluchtungsfehlern?
Die zweireihige, sphärische Laufbahn im Außenring erlaubt es dem Lager, sich selbst auszurichten und Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen auszugleichen.
Einbau, Anordnung & Vorspannung
Muss das Lager paarweise eingebaut werden?
Nein, das 22220 EK/C3 trägt keine Paarungskennung und wird als Einzellager eingebaut, allerdings mit Kegelbohrung statt zylindrischer Bohrung.
Worauf muss bei der Montage der Kegelbohrung besonders geachtet werden?
Der axiale Aufschiebeweg auf der kegeligen Welle bzw. Spannhülse muss entsprechend den Herstellervorgaben kontrolliert werden, da er die erreichte Lagerluftreduzierung und damit die Lebensdauer des Lagers bestimmt.
Schmierung & Wartung
Ist das Lager werkseitig geschmiert?
Nein, da das Lager offen ausgeführt ist, erfolgt die Erstschmierung durch die jeweilige Anwendung entsprechend deren Anforderungen.
Wie erfolgt die Nachschmierung im eingebauten Zustand?
Über die Ringnut mit Schmierbohrungen im Außenring (Kennung E) lässt sich das Lager im eingebauten Zustand nachschmieren, ohne es ausbauen zu müssen.
Belastung & Drehzahl
Wie hoch ist die zulässige Drehzahl?
Die Referenzdrehzahl liegt bei 3.400 1/min, die Grenzdrehzahl bei 4.500 1/min.
Welche Ermüdungsgrenzbelastung hat das Lager?
Die Ermüdungsgrenzbelastung Pu liegt bei 49.000 N.
Austausch & Alternativen
Worin unterscheidet sich das 22220 EK/C3 vom 22220 EK ohne C3-Kennung?
Beide teilen dieselbe Bauform E mit Kegelbohrung K, denselben Tragzahlen und Drehzahlen; das 22220 EK/C3 hat zusätzlich eine radiale Lagerluft größer als normal, während das 22220 EK ohne Zusatzkennung die Normal-Lagerluft besitzt.
Worin unterscheidet sich das 22220 EK/C3 vom 22220 E/C3 ohne K-Kennung?
Beide teilen dieselbe Bauform E mit vergrößerter Lagerluft C3 und denselben Tragzahlen; das 22220 EK/C3 hat zusätzlich eine Kegelbohrung (Kegelverhältnis 1:12) statt der zylindrischen Bohrung des 22220 E/C3.
Verfügbarkeit & Bestellung
Ist das Lager einzeln bestellbar?
Ja, da keine Paarungskennung vorliegt, ist das 22220 EK/C3 als Einzellager bestellbar.