22216 E
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³ [ChemVV]-Artikel. Abgabe des Artikels nur nach Nachweis der Sachkundeprüfung nach §11 Chemikalienverbotsordnung.
Technische Daten
Merkmale auf einen Blick
Produktinformationen zu Pendelrollenlager SKF 22216 E
Alles Wissenswerte zu Aufbau, Wartung, Einsatz und Besonderheiten zum SKF Pendelrollenlager 22216 E
Beschreibung
Das SKF Pendelrollenlager 22216 E ist ein zweireihiges Pendelrollenlager mit den Abmessungen 80 x 140 x 33 mm. Kennzeichnend für diese Lagerbauart ist die gemeinsame, sphärische Laufbahn im Außenring, auf der beide Rollenreihen laufen. Dadurch kann sich das Lager selbst ausrichten und gleicht Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen aus, ohne dass die Funktion beeinträchtigt wird. Innenring, Außenring und die tonnenförmigen Rollen bestehen dabei aus Wälzlagerstahl. Die Zusatzkennung „E" steht laut Katalog für eine optimierte innere Konstruktion, die gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße eine gesteigerte Tragfähigkeit ermöglicht. Kennzeichnend dafür sind ein bordscheibenloser Innenring, zwei Käfige aus Stahlblech, eine umlaufende Ringnut sowie drei Schmierbohrungen im Außenring. Der Führungsring, der die beiden Käfige zueinander zentriert, ist laut Katalog bei einer Bohrung bis 65 mm am Innenring zentriert, bei größerer Bohrung dagegen an den Käfigen selbst. Da das 22216 E mit seiner Bohrung von 80 mm über dieser Grenze liegt, ist der Führungsring bei dieser Baugröße käfiggeführt. Der Käfig selbst besteht aus Stahlblech und ist als zweiteiliger Fensterkäfig ausgeführt, der die Rollen sicher in Position hält und für ein geringes Eigengewicht der bewegten Massen im Lager sorgt. Da das Lager als offene Grundausführung ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe geliefert wird, obliegt der Schutz vor Verunreinigungen sowie die Erstschmierung vollständig der jeweiligen Einbauumgebung. Diese Bauform eignet sich damit besonders für Anwendungen, in denen eine anwendungsspezifische Abdichtung durch das umgebende Gehäuse erfolgt oder in denen ein regelmäßiger Zugang zur Nachschmierung gewünscht ist.
Wartung
Da das 22216 E offen ausgeführt ist, also ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe ausgeliefert wird, obliegt der Schutz vor Verunreinigungen sowie die Erstschmierung vollständig der Einbauumgebung bzw. der jeweiligen Anwendung. Vor der Erstinbetriebnahme muss das Lager daher entsprechend den Anforderungen des Einsatzfalls geschmiert werden. Die im Außenring vorhandene Ringnut mit den zugehörigen Schmierbohrungen (Kennung E) erleichtert die Nachschmierung im eingebauten Zustand erheblich, da Schmierstoff direkt an die Laufbahn herangeführt werden kann, ohne das Lager ausbauen zu müssen. Das ist besonders bei größeren, schwer zugänglichen Lagerstellen ein praktischer Vorteil gegenüber Bauarten ohne diese Schmierbohrungen. Der käfiggeführte Führungsring zwischen den beiden Stahlblech-Käfigen benötigt im Normalbetrieb keine gesonderte Wartung, sollte bei Sichtprüfungen aber auf Anzeichen von Verschleiß kontrolliert werden, da er für die exakte Führung und den ruhigen Lauf der Rollen mitverantwortlich ist. Empfehlenswert ist eine regelmäßige Kontrolle von Laufgeräusch, Temperatur, Schwingung und Schmierungszustand, um Anzeichen von Fettalterung, Verschleiß, Verunreinigung oder Fehlausrichtung frühzeitig zu erkennen. Montage und Demontage sollten grundsätzlich nur mit geeignetem, sauberem Werkzeug und unter Vermeidung von Schlägen direkt auf die Lagerringe erfolgen, um Laufbahnen, Rollen und den Stahlblechkäfig nicht zu beschädigen. Bei nachträglicher Abdichtung durch externe Dichtelemente der Einbauumgebung ist auf eine passende, wartungsfreundliche Anordnung zu achten, damit die Nachschmierung über die Schmierbohrungen im Außenring weiterhin ungehindert möglich bleibt.
Anwendungen
Pendelrollenlager wie das 22216 E kommen typischerweise dort zum Einsatz, wo hohe radiale Lasten bei gleichzeitig moderaten Axialkräften in beiden Richtungen aufgenommen werden müssen und außerdem mit Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegung zu rechnen ist - etwa in Getrieben, Förderanlagen, Walzwerken oder anderen Anwendungen des allgemeinen Maschinenbaus mit robusten Betriebsbedingungen. Durch die selbstausrichtende Eigenschaft der zweireihigen, sphärischen Laufbahn eignet sich diese Bauart besonders für Lagerstellen, bei denen eine exakte Fluchtung von Welle und Gehäuse konstruktiv oder fertigungsbedingt nicht garantiert werden kann. Die Zusatzkennung E mit den Schmierbohrungen im Außenring macht das Lager zudem interessant für Einbausituationen mit erschwertem Zugang, in denen eine Nachschmierung im eingebauten Zustand ohne Demontage erfolgen soll. Die offene Bauweise ohne integrierte Dichtung eignet sich außerdem für Anwendungen, in denen die Abdichtung bereits durch das umgebende Gehäuse übernommen wird, etwa in gekapselten Getriebegehäusen.
Stärken
Hohe radiale Tragfähigkeit durch die optimierte innere Konstruktion der Zusatzkennung E, die gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße gesteigerte Tragzahlen ermöglicht, ohne dass sich die Einbaumaße ändern. Selbstausrichtende Eigenschaft der zweireihigen, sphärischen Bauart: Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen werden ausgeglichen, ohne die Funktion des Lagers zu beeinträchtigen. Erleichterte Nachschmierung im eingebauten Zustand durch die Ringnut mit Schmierbohrungen im Außenring, wodurch der Wartungsaufwand bei schwer zugänglichen Lagerstellen sinkt. Robuster, bewährter Aufbau mit zwei Stahlblech-Käfigen und käfiggeführtem Führungsring, der eine hohe Unempfindlichkeit im rauen Betriebsalltag bei gleichzeitig geringem Eigengewicht der bewegten Massen ermöglicht. Hohe Flexibilität durch die offene Bauweise: Das Lager lässt sich an unterschiedlichste Abdichtungs- und Schmierungskonzepte der jeweiligen Anwendung anpassen. Kompakte, robuste Grundkonstruktion mit den Abmessungen 80 x 140 x 33 mm bei einem Gewicht von 2,089 kg.
Besonderheiten
Die Zusatzkennung „E" steht laut Katalog für eine optimierte innere Konstruktion zur Steigerung der Tragfähigkeit gegenüber der Basisausführung gleicher Baugröße. Kennzeichnend dafür sind ein bordscheibenloser Innenring sowie zwei Käfige aus Stahlblech, außerdem eine umlaufende Ringnut mit drei Schmierbohrungen im Außenring, über die eine Nachschmierung im eingebauten Zustand möglich ist. Der Käfig ist als zweiteiliger Fensterkäfig aus Stahlblech ausgeführt. Die Führung des zwischen den Käfigen liegenden Führungsrings hängt laut Katalog von der Bohrungsgröße ab: Bis 65 mm Bohrung ist er am Innenring zentriert, darüber - wie beim 22216 E mit 80 mm Bohrung - an den Käfigen selbst. Diese Baugröße ist damit käfiggeführt, nicht innenringgeführt. Da in der Artikelbezeichnung keine Dichtungs- oder Deckscheiben-Kennung enthalten ist, handelt es sich um die offene Grundausführung ohne integrierte Abdichtung, bei der die Erstschmierung und der Schutz vor Verunreinigungen durch die jeweilige Einbauumgebung sichergestellt werden müssen. Wie bei allen Pendelrollenlagern liegt der besondere konstruktive Vorteil in der gemeinsamen sphärischen Laufbahn des Außenrings für beide Rollenreihen, wodurch sich das Lager selbst ausrichtet und Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegung ausgleicht - ein Merkmal, das diese Bauart von Rillenkugellagern und den meisten anderen Wälzlagerbauarten unterscheidet.
Häufig gestellte Fragen
Identifikation & Bezeichnung
Was bedeutet die Bezeichnung 22216 E?
„22216" bezeichnet die Baugröße innerhalb dieser Pendelrollenlager-Baureihe. „E" steht für eine optimierte innere Konstruktion mit gesteigerter Tragfähigkeit gegenüber der Basisausführung.
Von welchem Hersteller stammt das Lager?
Das Lager wird von SKF hergestellt.
Maße & technische Daten
Welche Abmessungen hat das 22216 E?
Das Lager hat einen Innendurchmesser von 80 mm, einen Außendurchmesser von 140 mm und eine Breite von 33 mm.
Wie schwer ist das Lager?
Das Lager wiegt 2,089 kg.
Welche Tragzahlen hat das Lager?
Die dynamische Tragzahl Cr liegt bei 243.000 N, die statische Tragzahl C0r bei 270.000 N und die Ermüdungsgrenzbelastung Pu bei 29.000 N.
Eigenschaften & Ausstattung
Ist das Lager abgedichtet?
Nein, das 22216 E ist in der offenen Grundausführung ohne integrierte Dichtung oder Deckscheibe ausgeführt.
Was bedeutet die Kennung „E" konkret?
„E" steht laut Katalog für eine optimierte innere Konstruktion: bordscheibenloser Innenring, zwei Käfige aus Stahlblech sowie eine Ringnut mit Schmierbohrungen im Außenring, was zu höheren Tragzahlen gegenüber der Basisausführung führt.
Aus welchem Material besteht der Käfig, und wie ist er geführt?
Der Käfig besteht aus Stahlblech und ist als zweiteiliger Fensterkäfig ausgeführt. Bei dieser Baugröße (80 mm Bohrung, also über der katalogseitigen 65-mm-Grenze) ist der Führungsring laut Katalog käfiggeführt, nicht innenringgeführt.
Anwendung & Eignung
Wofür wird das 22216 E typischerweise eingesetzt?
Für Anwendungen im allgemeinen Maschinenbau wie Getriebe oder Förderanlagen, bei denen hohe radiale Lasten und moderate Axialkräfte in beiden Richtungen aufgenommen werden müssen und mit Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegung zu rechnen ist.
Warum eignet sich ein Pendelrollenlager besonders bei Fluchtungsfehlern?
Die zweireihige, sphärische Laufbahn im Außenring erlaubt es dem Lager, sich selbst auszurichten und Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie Wellendurchbiegungen auszugleichen.
Einbau, Anordnung & Vorspannung
Muss das Lager paarweise eingebaut werden?
Nein, das 22216 E trägt keine Paarungs- oder Vorspannungskennung und wird als Einzellager eingebaut.
Worauf sollte bei der Montage geachtet werden?
Montage und Demontage sollten nur mit sauberem, geeignetem Werkzeug erfolgen, ohne Schläge direkt auf die Lagerringe, um Laufbahnen, Rollen und den Käfig nicht zu beschädigen.
Schmierung & Wartung
Ist das Lager werkseitig geschmiert?
Nein, da das Lager offen ausgeführt ist, erfolgt die Erstschmierung durch die jeweilige Anwendung entsprechend deren Anforderungen.
Wie erfolgt die Nachschmierung im eingebauten Zustand?
Über die Ringnut mit Schmierbohrungen im Außenring (Kennung E) lässt sich das Lager im eingebauten Zustand nachschmieren, ohne es ausbauen zu müssen.
Belastung & Drehzahl
Wie hoch ist die zulässige Drehzahl?
Die Referenzdrehzahl liegt bei 4.300 1/min, die Grenzdrehzahl bei 6.000 1/min.
Welche Ermüdungsgrenzbelastung hat das Lager?
Die Ermüdungsgrenzbelastung Pu liegt bei 29.000 N.
Austausch & Alternativen
Gibt es eine Variante mit kegliger Bohrung für höhere Präzision (K)?
Ja, laut Katalog existiert zur gleichen Baugröße die Variante „22216 EK" mit kegliger statt zylindrischer Bohrung, bei identischen Tragzahlen und Drehzahlen wie beim 22216 E.
Gibt es eine abgedichtete Alternative zum offenen 22216 E?
Innerhalb der Baugröße 22216 bietet SKF laut Katalog auch Varianten mit Kontaktdichtung an.
Verfügbarkeit & Bestellung
Ist das Lager einzeln bestellbar?
Ja, da keine Paarungskennung vorliegt, ist das 22216 E als Einzellager bestellbar.